Finanzverwaltung NRW bei RTL: Karrierewege, Gehalt und Einblicke in moderne Berufsbilder
Die Finanzverwaltung wurde im RTL-Format „Was verdient Deutschland?“ begleitet. Der Beitrag wird am 3. Juni um 20:15 Uhr bei RTL ausgestrahlt und ist über RTL+ on demand verfügbar.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Karrierewege in der Finanzverwaltung mit Beispielen aus Studium, Führung, Spezialfunktionen und moderner Verwaltungspraxis. Die Sendung zeigt: Die Finanzverwaltung bietet sehr unterschiedliche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten mit transparenten Gehaltsstrukturen und klaren Perspektiven.
Kai Leßmann – Karriereweg vom Studium zur Lehrtätigkeit
Kai Leßmann ist Dozent an der Hochschule für Finanzen in Nordkirchen und zeigt exemplarisch den klassischen Karriereweg innerhalb der Finanzverwaltung. „Ich war selbst Student hier, habe im Finanzamt gearbeitet und unterrichte jetzt seit 2020. Die Finanzverwaltung bietet außergewöhnlich viele Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.“
Im Rahmen der Sendung wurde auch sein Einkommen transparent gemacht. Dieses setzt sich – wie im Beamtenbereich üblich – aus Grundbesoldung und verschiedenen Zuschlägen zusammen, unter anderem für Familienstand und Kinder. Er erhält beispielsweise eine Verheiratetenzulage (168 €) sowie Kinderzuschläge (insgesamt 1.398 € bei drei Kindern) zusätzlich zur Grundbesoldung.
Sein Beispiel zeigt: Auch in der Lehre innerhalb der Finanzverwaltung ist die Vergütung transparent strukturiert und steigt mit Verantwortung und familiärer Situation deutlich an.
Michael Müller – Führungskraft mit Verantwortung und starkem Einkommen

Michael Müller ist Sachgebietsleiter im Finanzamt Leverkusen und steht für den Einstieg in Führungsverantwortung innerhalb der Finanzverwaltung. Er verdient 8.980 Euro brutto monatlich inklusive aller Zuschläge, was nach Abgaben und unter Berücksichtigung privater Ausgaben rund 6.500 Euro netto monatlich entspricht. „Ich bin mir bewusst, dass ich im oberen Segment angesiedelt bin. Das ist ein Job mit viel Verantwortung, und ich bin mit meinem Gehalt sehr zufrieden.“ Sein Beispiel zeigt besonders deutlich: Führung in der Finanzverwaltung bedeutet früh Verantwortung zu übernehmen – verbunden mit einer entsprechend attraktiven Vergütung und langfristiger Sicherheit.
Gina Catakli – moderne Karriere mit Social Media und Studium
Gina ist Diplom-Finanzwirtin und arbeitet zusätzlich im Bereich Social Media für die Finanzverwaltung. Sie steht für einen modernen, flexiblen Karriereansatz innerhalb der Verwaltung. „Ich habe mein Studium abgeschlossen und arbeite zusätzlich im Social-Media-Bereich. Das ist eine spannende Abwechslung und eine gute Möglichkeit, junge Menschen zu erreichen.“ Ihr Beispiel zeigt: Die Finanzverwaltung bietet auch moderne Zusatzrollen außerhalb klassischer Verwaltungstätigkeiten, insbesondere im Bereich Kommunikation und Nachwuchsgewinnung. Und auch klassische Einstiegswege bieten attraktive Perspektiven: Gina verdient rund 3.600 Euro brutto monatlich: „Ich bin noch ganz am Anfang meiner beruflichen Entwicklung und konzentriere mich darauf, Erfahrung zu sammeln. Das Gehalt passt sehr gut zu meinem Einstieg.“
Spezial- und Ermittlungsarbeit – moderne Berufsfelder mit Verantwortung
Auch spezialisierte Tätigkeiten spielen eine wichtige Rolle in der Finanzverwaltung. Eine Mitarbeiterin der Straf- und Bußgeldsachenstelle beschreibt ihren Arbeitsbereich als verantwortungsvoll und abwechslungsreich: „Ich unterstütze bei der Aufklärung komplexer Sachverhalte und arbeite in einem Umfeld, in dem sorgfältiges und präzises Arbeiten entscheidend ist.“ Ihr Gehalt liegt bei rund 4.370 Euro brutto monatlich.
Ein Mitarbeiter aus dem Bereich IT-Forensik im Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität beschreibt seinen Arbeitsalltag so: „Ich unterstütze die Steuerfahndung bei Durchsuchungen, sichere digitale Daten und arbeite in sehr verantwortungsvollen Fällen. Man weiß nie genau, welche Situationen einen erwarten.“ Sein monatliches Gehalt beträgt rund 4.130 Euro brutto inklusive aller Zuschläge, ergänzt durch eine Gefahrenzulage von etwa 130 Euro brutto monatlich.
Dies zeigt die moderne Ausrichtung der Finanzverwaltung: von klassischer Verwaltung bis hin zu digitalen und kriminalistischen Spezialbereichen.
Besonderheit Beamtenbesoldung: Brutto ist nicht gleich Brutto
Bei einem Vergleich von Gehältern muss berücksichtigt werden, dass Beamtinnen und Beamte zwar Lohnsteuer zahlen, in ihrem Beamtenverhältnis jedoch grundsätzlich keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung entrichten. Stattdessen erhalten sie eine beamtenrechtliche Versorgung sowie Beihilfe im Krankheitsfall.
Dadurch fällt der Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt häufig geringer aus als bei vergleichbaren Beschäftigten in der Privatwirtschaft. Gleichzeitig tragen Beamtinnen und Beamte die Kosten für ihre Krankenversicherung in der Regel über eine private Krankenversicherung, die durch die Beihilfe des Dienstherrn ergänzt wird.
Die im RTL-Beitrag genannten Gehälter lassen sich daher nicht eins zu eins mit Gehältern außerhalb des öffentlichen Dienstes vergleichen. Ein Bruttogehalt in einer Beamtenlaufbahn führt aufgrund der unterschiedlichen Abgabenstruktur zu einem deutlich höheren Nettoanteil als bei vielen Angestelltenverhältnissen in der Privatwirtschaft.
Weitere Informationen
Diese Beispiele zeigen die breite Spannweite der Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Finanzverwaltung. Mehr Informationen gibt es hier:
Schreib uns bei Fragen - wir helfen gerne weiter!